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    <title>Lilli legt los (Wie das morgendliche Laufen vor den Toren von Montréal mich nicht nur in Form, sondern auch auf allerlei Gedanken bringt...)</title>
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    <description>Wie das morgendliche Laufen vor den Toren von Montréal mich nicht nur in Form, sondern auch auf allerlei Gedanken bringt...</description>
    <dc:publisher>Lilli legt los</dc:publisher>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-25T00:53:26Z</dc:date>
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    <title>Lilli legt los</title>
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    <title>Zauber Flöte</title>
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    <description>Ein unnötig kompliziertes Libretto, in dem der Prinz nicht nur vor dem Drachen in Ohnmacht fällt, sondern auch noch den ängstlichen Vogelfänger vorschickt, um die Prinzessin zu befreien. In dem die Tochter der Mutter entrissen und diese zum Schluss auch noch in die ewige Nacht gejagt wird, was niemanden weiter stört. Ein mit rassistischen und sexistischen Anspielungen gespickter Text und ein Fürst, der wie ein Priester verehrt wird, mit seinem Sonnensymbol auf der Brust aber eher wie ein Sektenoberhaupt aussieht. Trotz all der ihr innewohnenden Schwächen und Widersprüche war die Zauberflöte, zu der Lilli die Strolche am Wochenende mitschleppte, ein Erfolg. Ihr müsst es nicht unbedingt mögen, aber jetzt wisst ihr wenigstens, was eine Oper ist, hatte Lilli die Strolche, die doch ein wenig nervös waren, beruhigt. Letztes Jahr vor Weihnachten war der Nussknacker dran, diesmal Amadeus, nächstes Jahr wird es wieder etwas anderes sein. Lilli scheut weder Kosten noch Mühen, um ihren Kindern etwas Kultur mit auf den Weg zu geben. Danken tut es ihr im Moment keiner außer Monsieur, der ganz genau weiß, dass er in derartigen Dingen innerlich gekündigt hat und sein schlechtes Gewissen allein dadurch beruhigt, dass Lilli schon machen wird. Und Lilli macht, denn sie amüsiert sich dabei königlich. Dass die englisch- und französischsprachigen Sänger mit dem deutschen Text so ihre Schwierigkeiten hatten (Paminen rrrrrrrrretten ist mir Pflicht!) trug vielleicht auch ein klein wenig zur Komik des ganzen Spektakels bei</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Strolche</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-25T00:52:00Z</dc:date>
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    <title>Lilli und die Relativitätstheorie</title>
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    <description>Als Lilli heute morgen die Treppe zum Büro hochstieg, beschlich sie plötzlich ein seltsames Gefühl: es kroch aus dem Nichts den Rücken hoch, umkreiste ihren Nacken und stieg von dort gleichzeitig runter in den Magen und bis hoch unter die Haarspitzen. Dieses Gefühl lautete in etwa: Ich schaff es nicht. Ich kann keinen Schritt weiter gehen und diesen Tag nicht anpacken. Nach dem nächsten Schritt bin ich gelähmt und bleibe hier auf der Treppe stehen wie eine Salzsäule, die weder vor noch zurück kann. Seltsamerweise liefen ihre Beine trotzdem weiter und trugen sie bis zum Aufzug, der sie in den 46. Stock hochzog und dort vor die Empfangsdame spuckte. Diese lächelte Lilli so freundlich an, als sei dies ein ganz und gar gewöhnlicher Tag und nicht etwa der Tag, an dem Lilli aufhörte zu funktionieren. Danach fing Lillis Arbeitstag an, sich von selbst zu entfalten, ohne sich darum zu kümmern, ob Lilli wollte oder nicht. Und siehe da, Lilli funktionierte einigermaßen und überlebte tatsächlich bis zum Abend. Auf dem Nachhauseweg traf sie mit einer entfernten Nachbarin zusammen, die als Kinderärztin vor kurzem von der Notaufnahme auf die Palliativpflegestation übergewechselt hat. Denn ja, das gibt es auch in Kinderkrankenhäusern. Die Nachbarin gestand Lilli, dass sie daran zweifelt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Dass sie letzte Woche dachte, sie würde es nicht schaffen, und am liebsten einfach nicht mehr hingegangen wäre. Dass sie weiß, dass niemand von ihr erwartet, gleich von Anfang an perfekt zu sein, und trotzdem. Lilli hörte genau zu, obwohl sie den Text schon kannte. Wichtig ist relativ, dachte sie bei sich und merkte, wie das seltsame Gefühl von heute morgen wieder ein bisschen weniger kräftig auf ihre Halsschlagader drückte.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Mitmenschen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-24T01:26:00Z</dc:date>
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    <title>Das Fernsehwunder</title>
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    <description>Freitag abends gucken Lilli und die Strolche ein seichtes Quiz, bei dem es nicht so sehr darauf ankommt, richtig zu antworten, sondern geschickt zu bluffen. Die Strolche sind froh, endlich mal abends fernsehen zu dürfen, und versuchen, die Fragen (Wer hat Le rouge et le noir geschrieben? Was ist ein Ristretto? Wer wählt den Papst?) zu beantworten, während Lilli froh ist, faul auf dem Sofa liegen zu dürfen, ab und zu triumphierend eine Antwort in die Runde wirft und ansonsten Pläne fürs Wochenende macht. Das Lustige an der Sendung ist, dass die ganze Staffel wohl innerhalb einer Woche aufgenommen wurde und die Moderatorin zu dieser Zeit bis zu den Ohren schwanger war. Nun stöckelt sie also seit September &lt;a href=&quot;http://photos.cyberpresse.ca/48-6920/#enVedette/0/recherche/Rechercher un album/0/onglets/48/0/album/6920/168643/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;269&quot; alt=&quot;Veronique-cloutier&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Laufnotizen/images/Veronique-cloutier.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt; jeden Freitag abend wie ein elegantes Walroß auf ihren hohen Schuhen von einem Kandidaten zum anderen und stellt dabei den schönsten Bauch (und das dazugehörige Decolleté) zur Schau, jedes Mal in einem anderen tollen kurzen Kleid. Jede Woche sind die Strolche gespannt, ob sie denn nun wohl ihr Kind geboren hat (hat sie schon vor einiger Zeit), und wundern sich jedes Mal aufs Neue, dass man so lange so schwanger sein kann. Lilli grinst nur vor sich hin und fragt sich, ob es das wohl in Deutschland auch geben würde, so eine öffentliche Fernsehschwangerschaft ganz ohne Vertuschungsversuche.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Mitmenschen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-20T23:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6051753/">
    <title>Novemberkoller</title>
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    <description>Manchmal sieht Lilli vor lauter Mängel das Kind nicht mehr. Als ob es sich um eine neue Version von Windows Vista handelte, mäkelt Lilli an dem großen Strolch rum: er hat sich nicht gekämmt, keinen Schal umgebunden, zu spät ist er auch wieder dran. Wie soll er den Schal auch finden, wenn er zu faul dazu ist, danach zu suchen? Wie die Zeit im Auge behalten, wenn er es nicht fertigbringt, eine Armbanduhr zu tragen? Und wie kann er lange Haar möchten, wenn es ihm schnurz ist, diese so ungepflegt zu tragen, als sei der Wind in ein Getreidefeld gefahren? Der große Strolch ist in einem Alter angekommen, an dem er solche Schimpftiraden wortlos über sich ergehen lässt und mit gesenktem Kopf durch die Tür verschwindet. Schweren Schrittes schleppt er sich in die Schule (wenn er doch nur mal richtig zu spät kommen würde!), während Lilli sich im Badezimmer ohrfeigt. Was plagt sie nur derzeit, dass sie so auf dem großen Strolch herumreitet? Sauerstoffmangel? Smog? Lichtentzug? Oder ist sie einfach dabei, sich in eine schreckliche Kastrationsmutter zu verwandeln, die ihren Sohn vermurkst, um ihn später den Psychiatern aufs Sofa zu treiben? Schnell einen Sandsack, sonst kommt hier noch jemand zu Schaden</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Strolche</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-19T22:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6050216/">
    <title>Lilli und die Ironie</title>
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    <description>Letzte Woche hatte Lillis Büro Besuch: der Personalberater, der im Beisein von Lillis Chefin ihr Vorstellungsgespräch im Juni geführt hatte, schaute auf einen Sprung vorbei. Mit seinem Rucksack und seinem gestreiften Schal sah er aus wie der kleine Prinz mit 19, und genauso unbefangen warf er Lilli über das gesamte Großraumbüro hinweg die Bemerkung zu, dass er doch einmal sehen musste, ob sie tatsächlich noch da war oder ob sie den Job bereits wieder geschmissen hätte. Dass er mit dieser ironisch gemeinten Frage fast ins Schwarze getroffen hätte, da Lilli in den ersten Wochen tatsächlich näher an der Kündigung dran war als Bella an ihrem Edward (Twilight, irgendwer?), konnte er zwar nicht ahnen, hätte er aber trotzdem als Möglichkeit in Erwägung ziehen müssen. Ironie darf in der rhetorischen Palette eines Personalberaters eigentlich nicht existieren, wenn er und seine Ratschläge ernst genommen werden möchten. Natürlich darf er auch nicht aussehen wie 19, aber dafür kann er nun wirklich nichts. Lilli jedenfalls lächelte nur schief und meinte mit einem schrägen Blick auf ihre Chefin, dass es ihr jeden Tag besser gefalle. Dass sie noch lange nicht davon überzeugt ist, die richtige Person für den Job zu sein, behielt sie hübsch für sich. Infragestellungen dieser Art stehen erst zwischen Weihnachten und Neujahr auf dem Kalender.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Mitmenschen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-19T01:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6048484/">
    <title>Wenn Lilli Klamotten kauft</title>
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    <description>Eine nicht zu unterschätzende Nebenwirkung des selbständigen Arbeitens ist diese: man wird, so man einen Klamottenladen betritt, der andere Sachen verkauft als bedruckte T-Shirts und Kapuzenpullis in Größe 128, vom schieren Preis der Dinge erschlagen. Der Freelancer hat, wie bereits erwähnt, keinerlei Bedarf an schicken Klamotten, da er selbst bei Kundenbesuchen in Jeans antanzen darf bzw. sollte, um seinen Status als freier Mitarbeiter visuell zu unterstreichen. Er kauft schicke Klamotten deshalb nur, wenn sie gnadenlos runtergesetzt sind und es gewissermaßen eine Sünde wäre, sich dieses Schnäppchen entgehen zu lassen. Wagt der Freelancer dann den Schritt zurück an einen Arbeitsplatz, an dem er für andere Leute sichtbar ist, behält er den Reflex, nur Ware zum Sonderpreis zu erstehen, erst einmal bei. Was Lilli ihre zwei sehr schicken Röcke und fünf Oberteile für insgesamt 228 Dollar beschert hat. Und das, liebe Mitkonsumenten, ist billiger als das Montieren von Winterreifen.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Zonstiges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-18T00:58:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6046377/">
    <title>Das Schöne am Arbeiten</title>
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    <description>Das Schöne am Arbeiten ist, dass man Klamotten braucht. Als Freelancer braucht man ja nie Klamotten, da man nicht aus dem Haus kommt und es sich nicht lohnt, sich nur für einen Sprung in den Supermarkt die Jeans aus- und einen Rock anzuziehen. Auch in Gegenwart von Kindern lohnt es sich nicht, irgendetwas Hübsches anzuziehen, da es nicht lange hübsch bleibt oder aber beim Legospielen verdammt unpraktisch ist, das Hübsche. Wer aber 8 Stunden in einem Büro sitzt und dabei von 5 Mitarbeitern und potentiell unendlich vielen Besuchern aus dem dritten Stock gesehen wird, muss auch durch sein Äußeres zeigen, dass er  zumindest, wenn er in Marketing-Berufen tätig ist  nicht nur über Geschehnisse und Theorien, sondern auch über Tendenzen auf dem Laufenden ist. Lilli weiß gar nicht, warum sie sich überhaupt rechtfertigt, aber es scheint sie zu beruhigen, dem Geständnis, nun gleich zweimal in einer Woche in verschiedenen Bekleidungshäusern zugeschlagen zu haben, eben diese Rechtfertigung vorauszuschicken. Nach sieben Jahren Freelancertum und drei Jahren Schwangerschaft hat sie sich nun endlich mal wieder ein paar schicke Röcke und Tops geleistet und lächelt so befriedigt wie die fette orangene Katze, deren Comics der kleine Strolch gerade verschlingt, nach dem Genuss einer Lasagne.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Selbständig arbeiten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-16T19:14:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6040243/">
    <title>Manchmal</title>
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    <description>Manchmal ist es ein ganz normaler Mittwochabend, an dem Lilli nicht zu spät mit dem Abendessenmachen anfängt, weshalb sie die Strolche dann auch nicht ungeduldig anfährt, wenn sie mit irgendetwas zu ihr kommen, und sogar noch Zeit hat, einen Obstteller zu schnippeln. An dem alle entspannt am Esstisch zusammensitzen, kein Glas umgeworfen wird und keiner einen Mund voll Essen über den Tisch niest. Da finden dann allerlei Gespräche statt, über Fische, Kinderkriegen, Schule und Fußball, wobei jeder mal zu Wort kommt und keiner gelangweilt Krümel über den Tisch schießt. Anschließend gehen die Strolche untergehakt die Treppe hoch, um in mittelmäßiger Zeit zu duschen, und warten gut riechend im Bett des kleinen Strolches darauf, dass Lilli ihnen vorliest. Lilli liest ihnen Tintenherz vor, schickt den großen Strolch in sein eigenes Bett, kuschelt den kleinen Strolch ins Kissen, macht das Licht aus, geht zum großen Strolch, kuschelt, macht das Licht aus. Und denkt anschließend, allein im Wohnzimmer sitzend und eine Tasse Tee in der Hand drehend, dass sie den Strolchen eigentlich aufschreiben müsste, wie sehr sie diese Abende glücklich machen. Für später.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Strolche</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-12T18:14:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6038722/">
    <title>Das Kreuz mit dem Adventskalender</title>
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    <description>Soll ich dir was mitschicken zum Backen?, fragt Lillis Mutter fürsorglich durchs Telefon, da sie gerade dabei ist, den Adventskalender für die Strolche einzupacken und noch Platz für Hirschhornsalz und ähnlich schwierig aufzutreibende Pülverchen hätte. Lilli durchfährt ein heißer Schreckensblitz: letztes Jahr hatte sie sich doch ganz fest vorgenommen, ihrer Mutter nun aber mal ganz schonend beizubringen, dass der tolle Lego-Adventskalender, den sie immer schickt,. also dass der Kalender obwohl er ganz toll ist,. also dass die Strolche sich nicht so recht dafür begeistern können. Im Wirklichkeit finden die Strolche den Kalender ziemlich lahm, da jeden Tag nur etwa fünf Legosteinchen rauskommen, die sie im Nu zusammengebaut haben, mit denen man aber noch lange nicht die tolle Landschaft aufbauen kann, die vorne und hinten auf dem Kalender so verführerisch zu sehen ist. Da müsste man dann extra noch einiges dazukaufen, so haben sich die Marketingleute das ausgedacht, aber die Strolche fühlen sich hintergangen und lassen die Teilchen, kaum sind sie zusammengebaut, links liegen. Lilli versteht einerseits die Strolche, findet sie aber andererseits undankbar und hat vor allem ein schlechtes Gewissen, ihre Mutter jedes Jahr diesen bestimmt teuren Kalender kaufen zu lassen. Aber auch dieses Jahr ist es bereits zu spät, noch irgendwelche vorsichtig formulierten Bedenken anzubringen, denn der Kalender liegt bereits liebevoll eingepackt in einer Schachtel, die Lillis Vater wie der Weltmeister zukleben und schnüren und mit dem Fahrrad zur Post bringen wird, damit die Strolche im fernen Kanada jeden Tag ein Türchen aufmachen können. Lilli seufzt. Es gibt Dinge im Leben, die sind so verletzend, dass man sie überhaupt gar nicht aussprechen kann Lebkuchengewürz, sagt Lilli deshalb nur und ach wie lieb, dass ihr an uns denkt. In ihrem Magen dreht sich eine Faust im Kreis.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-11T19:55:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6034974/">
    <title>Krank ist krank</title>
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    <description>Zuerst der kleine Strolch, dann der große: wenn so ein Virus erst einmal im Haus ist, nützt auch die beste Hygiene (Bad putzen! Betten abziehen! Zahnbürsten auswechseln!) nicht viel. So war also die Hälfte von Lillis Familie krank, und anstatt Lilli moralisch aufzubauen, der das Badputzen, Bettenabziehen und Zahnbürstenauswechseln so langsam zum Hals raushängt, entrüstet sich die Freundin über Lillis Hartherzigkeit. Was, kein Fernsehen für die kranken Kinder? Im Bett müssen sie bleiben? Und nicht mal an den Computer lässt du sie?, fragt sie ungläubig und starrt Lilli an, als hätte sie gerade erfahren, dass Lilli ihre Kinder mit Handschellen ans Bett fesselt und nur einmal am Tag mit etwas Brotsuppe und kaltem Tee abspeist. Lilli nickt trotzig. Jawohl. Kranke Kinder gehören ins Bett, vor allem mit Fieber und Kopfweh. Da sollen sie sich dann so richtig doll ausruhen und langweilen, bis sie wieder gesund sind. Sie sollen schlafen, vielleicht ein bisschen lesen, lange an die Decke starren und darauf warten, dass Lilli ihnen ein Glas Orangensaft vorbeibringt und eine Weile Reversi mit ihnen spielt. Lilli findet, dass auch die Schattenseiten zum Leben dazugehören, und will ihren Kindern nicht vorgaukeln, dass das Leben ein einziges Riesenrad sei. Krank sein ist nicht schön, aber nach drei Tagen Bettruhe gesund werden und wieder in die Schule dürfen  das ist so toll wie Zuckerwatte</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Strolche</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T19:20:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6028700/">
    <title>Lilli wird ungeduldig</title>
    <link>http://laufnotizen.twoday.net/stories/6028700/</link>
    <description>Wieviele verhunzte, zu matschige, bröckelige oder sonstwie versalzene Brote muss man eigentlich essen, bis ein Brotbackautomat ein akzeptables Ergebnis zustande bringt? Falls es irgendwo da draussen ein unfehlbares Vollkornbrotrezept gibt  - her damit, aber schnell.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Zonstiges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T17:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6026986/">
    <title>Lilli und die Fische</title>
    <link>http://laufnotizen.twoday.net/stories/6026986/</link>
    <description>Seit der grosse Strolch ein &lt;a href=&quot;http://laufnotizen.twoday.net/stories/5722895/&quot;&gt;Aquarium &lt;/a&gt;hat, gehören Fische trotz ihrer eher kalten Art zu Lillis Familie dazu. Vor kurzem hat der grosse Strolch etwas Erstaunliches über seine flossenschlagenden Zimmergenossen herausgefunden: sie sollen eine Gedächtnisspanne von 3 Sekunden haben. Drei Sekunden! Wenn man sich das mal vorstellt... worum ging es hier noch mal gerade?</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Zeitmanagement</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T16:30:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6025983/">
    <title>Dilemma</title>
    <link>http://laufnotizen.twoday.net/stories/6025983/</link>
    <description>Der große Strolch spielt, wie sich das für kanadische Jungs so gehört, Eishockey. Am liebsten vorn, da nur der richtig Ruhm über sich schüttet, der den Puck letztendlich ins Tor befördert. Dass Lilli und Monsieur ihm erklären, dass auch Verteidiger wichtig sind und ein Angreifer ohne genaue Pässe nicht viel ausrichten kann, lässt ihn kalt. Er will Angreifer sein und Schluss. Seine Trainer aber (jede Eishockeymannschaft, die auf sich hält, hat mindestens drei Trainer  einen zum Brüllen, einen zum Tür aufmachen und einen, der die Wasserflaschen trägt) haben ihn am Wochenende als Verteidiger aufgestellt und festgestellt, dass er dazu eigentlich noch besser taugt. Das ist das Dumme, wenn man für etwas Talent hat, stellte Monsieur philosophisch fest. Jetzt werden sie dich öfter hinten spielen lassen. Ich weiß, antwortete da der große Strolch ebenso philosophisch, aber ich hatte keine Lust, mich nicht anzustrengen.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Strolche</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T00:30:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://laufnotizen.twoday.net/stories/6017329/">
    <title>Lilli springt über ihren Schatten</title>
    <link>http://laufnotizen.twoday.net/stories/6017329/</link>
    <description>Lilli klingelt bei der &lt;a href=&quot;http://laufnotizen.twoday.net/stories/5754774/&quot;&gt;Nachbarin&lt;/a&gt;, die fünf Häuser weiter wohnt und gerne mal, wenn Lilli vom Einkaufen zurückkommt, beim Hoffegen innehält, um mit Lilli über Europa, Reisen allgemein und andere schöne Dinge des Lebens zu plaudern. Eine nette ältere Frau, kinderlos, früher Krankenschwester an einer Schule, jetzt in Vollzeit mit der Reinhaltung des Hauses, dem Hoffegen und dem Spazierenführen des Hundes beschäftigt. Die ideale Kandidatin für den Posten der Ersatzoma, den Lilli eigens geschaffen hat, um für eventuelle Grippewellen diesen Winter in Sachen Kinderbetreuung gerüstet zu sein. Wenn schon die deutsche Oma so weit weg wohnt und die kanadische grand-maman zu nichts zu gebrauchen ist, muss man eben sehen, wo man sich sein soziales Netz zusammenklaubt. Lilli klingelt also bei der Nachbarin, wird auch sofort erfreut/erstaunt ins Haus gebeten und bringt herzklopfend ihr Bittgesuch vor. In Filmen ist so ein Schritt ins Ungewisse, so ein Anklopfen beim Mitmenschen stets der Anfang einer interessanten Entwicklung, da uns die Filmemacher glauben machen wollen, dass sich im harmlos aussehenden Anderen je nach Genre entweder die verwandte Seele oder aber der sadistische Serienmörder verbirgt, zumindest aber die ulkige Freundin, die neue Farbe und Bewegung ins eigene banale Leben bringt. Tja, liebe Leser  das Leben ist kein Film! Die nette Nachbarin gibt sich zuerst sehr zurückhaltend, stimmt dann aber zu, sich im-Ausnahmefall-und-wenn-alle-anderen-Stränge-reißen-aber-wirklich-auch-nur-dann ein Paar Stunden um die Strolche kümmern zu wollen. Dann klemmt Lilli ihren neu erstandenen roten Regenschirm unter den Arm und marschiert nach Hause. Mit dem Gefühl, dass diese Initiative, auf die sie so stolz war, da es durchaus nicht in Lillis Natur liegt, einfach so auf andere zuzugehen, folgenlos im Sand verlaufen wird. Musik war übrigens auch keine dabei. Und Klappe.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Mitmenschen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-29T14:15:00Z</dc:date>
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    <title>Wichtig! Dringend!</title>
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    <description>Lilli ist manchmal müde, sehr müde. Vor allem nach einem Tag im Büro, an dem sie vieles lernen musste, von dem sie dachte, es eigentlich schon zu können  wie zum Beispiel Situationen korrekt in wichtig, dringend, nicht wichtig und nicht dringend einschätzen zu können. Anscheinend machen die meisten Leute ja zuallererst, was dringend ist (egal, ob wichtig oder nicht), bevor sie zu den wichtigen (aber nicht unbedingt dringenden) Sachen durchdringen. Manche bevorzugen auch, sich zuerst mit den nicht wichtigen, nicht dringenden Angelegenheiten zu beschäftigen, und verbringen damit so viel Zeit, dass alles andere liegen bleibt. Letzten Freitag wurde Lilli mit zwei Notfällen überschüttet, die sie sowohl in wichtig wie auch in dringend einstufte und deshalb sofort emsig bearbeitete. Bis sie nach mehreren Stunden hektischen Tuns zu ihrer Chefin durchdrang, die sie darüber aufklärte, dass das Dringende ruhig noch ein paar Tage Zeit hatte und das Wichtige in ihren Augen nicht gar so weltbewegend war. Lilli schluckte daraufhin betreten und fühlte, wie die Müdigkeit über sie kam. Aber vielleicht war es auch nur die Grippe, die sie seither dazu zwingt, nur noch das Dringendste zu machen und ansonsten erschöpft irgendwo rumzuliegen.</description>
    <dc:creator>Lilli legt los</dc:creator>
    <dc:subject>Zeitmanagement</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lilli legt los</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-28T13:31:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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