Zuviel denken ist nicht gut fürs Laufen
Prompt wurde der kleine Strolch wieder krank (der kanadische nichtexistierende Frühling ist ein wunderbares Klima für Viren, die nach den Strapazen des langen Winters ein leichtes Spiel mit ihrer Beute haben) und fesselte Lilli an sein Bettgestell:
28. März 2008: Da wurde mir mal wieder klar, worin die Schönheit des morgendlichen Laufens liegt. Wer noch vor dem Frühstück läuft, hat dieses Pensum schon mal sicher, egal, was der Tag dann noch an Überraschungen bereithält. Heute kam ich mir vor wie aus einem Käfig befreit, als ich durch das halbgeöffnete Garagentor nach draußen kroch, um beschwingt die immer gleiche Tour anzutreten. Sobald ich mir einigermaßen eingeheizt hatte, fing ich mit dem Nachdenken an und blieb bald bei dem fiebrigen Strolch hängen. Während ich mir klarzuwerden versuchte, ob nun ein Arztbesuch angebracht sei oder nicht (Arztbesuche bedeuten, zwischen vier und sechs Stunden in einem mit hustenden und schniefenden Leuten überfüllten Wartezimmer zuzubringen, um sich letztendlich sagen zu lassen, dass es doch ein Virus sei und keinerlei Behandlung bedürfe. Eine befreundete Kinderärztin erzählte mir sogar, dass die Eltern geradezu enttäuscht sind, wenn es keine "richtige" Krankheit ist und sie noch nicht mal ein Rezept mit nach Hause kriegen - als ob es ihnen lieber wäre, wenn ihr Kind eine ordentliche Lungenentzündung hätte, die mit massiven Antibiotika behandelt werden müsste. Da weiß man doch wenigstens, woran man ist, während so ein Virus irgendwie unbefriedigend ist...), fiel ich unbemerkt in einen gemächlichen Spazierschritt, der weit von dem üblichen flotten Marschtempo entfernt war. Bis mir mein Schneckentempo auffiel, war so viel Zeit vergangen, dass ich die Kadenz ganz schön beschleunigen musste, um rechtzeitig wieder zurück zu sein. Schließlich musste doch der große Strolch für die Schule geweckt und der kleine Strolch mit dem Fieberthermoter getriezt werden! Ach herrje, wenn die Mama nicht da ist, bricht die ganze Morgenroutine zusammen.
Fazit: Als Mutter darf man sich nicht gehen lassen, noch nicht mal beim Laufen.
28. März 2008: Da wurde mir mal wieder klar, worin die Schönheit des morgendlichen Laufens liegt. Wer noch vor dem Frühstück läuft, hat dieses Pensum schon mal sicher, egal, was der Tag dann noch an Überraschungen bereithält. Heute kam ich mir vor wie aus einem Käfig befreit, als ich durch das halbgeöffnete Garagentor nach draußen kroch, um beschwingt die immer gleiche Tour anzutreten. Sobald ich mir einigermaßen eingeheizt hatte, fing ich mit dem Nachdenken an und blieb bald bei dem fiebrigen Strolch hängen. Während ich mir klarzuwerden versuchte, ob nun ein Arztbesuch angebracht sei oder nicht (Arztbesuche bedeuten, zwischen vier und sechs Stunden in einem mit hustenden und schniefenden Leuten überfüllten Wartezimmer zuzubringen, um sich letztendlich sagen zu lassen, dass es doch ein Virus sei und keinerlei Behandlung bedürfe. Eine befreundete Kinderärztin erzählte mir sogar, dass die Eltern geradezu enttäuscht sind, wenn es keine "richtige" Krankheit ist und sie noch nicht mal ein Rezept mit nach Hause kriegen - als ob es ihnen lieber wäre, wenn ihr Kind eine ordentliche Lungenentzündung hätte, die mit massiven Antibiotika behandelt werden müsste. Da weiß man doch wenigstens, woran man ist, während so ein Virus irgendwie unbefriedigend ist...), fiel ich unbemerkt in einen gemächlichen Spazierschritt, der weit von dem üblichen flotten Marschtempo entfernt war. Bis mir mein Schneckentempo auffiel, war so viel Zeit vergangen, dass ich die Kadenz ganz schön beschleunigen musste, um rechtzeitig wieder zurück zu sein. Schließlich musste doch der große Strolch für die Schule geweckt und der kleine Strolch mit dem Fieberthermoter getriezt werden! Ach herrje, wenn die Mama nicht da ist, bricht die ganze Morgenroutine zusammen.
Fazit: Als Mutter darf man sich nicht gehen lassen, noch nicht mal beim Laufen.
Lilli legt los - 6. Mai, 10:00