Donnerstag, 15. Mai 2008

Die Schwäbin schüttelte tadelnd den Kopf

So ein Durchhänger ist natürlich kein Grund, kürzer zu treten. Auf die richtige Dosierung kommt es an, und nach einem missbilligenden Kopfschütteln der Schwäbin in ihr rappelt sich Lilli nach dem Ruhetag wieder zum Morgenlauf auf. Und hatte am Wochenende danach sogar noch genügend Ausdauer für folgende Aktivität:

Am Sonntag war genau der richtige Tag für einen Ausflug mit den Strolchen ins "Paladium". Jeder hier scheint diese Institution aus seiner Jugend zu kennen, nur mir war das Phänomen natürlich gänzlich unbekannt. Es handelt sich um ein Etablissement, das von außen wie eine Eishalle aussieht, von innen auch genauso riecht, aber anstelle von Eis einen erstklassigen Parkettboden zu bieten hat. Dieser dient unter der Woche zum Bingospielen (Klapptische und -stühle waren den Gang entlang aufgestapelt und schufen so eine Atmosphäre, die ungefähr so kuschelig war wie ein Nadelkissen), samstags zum Tanzen (ein Blick an die Decke erhaschte dann auch sofort die Discokugel und Reihen von farbigen Scheinwerfern) und sonntags zum Rollschuhfahren. Dies war ja auch unser Vorhaben, und als die Strolche und ich ausreichend berollschuht waren und es geschafft hatten, den Einstieg in die dahinrasende Menge zu finden, liessen wir uns mitreissen und fuhren zwei Stunden lang zum Dröhnen der Discomusik in immer schnelleren Kreisen dahin. Ich weiß, dass man diese Momente genießen muss, denn nicht mehr lange werden meine Kinder ihre Mutter dafür cool finden, dass sie sowas mitmacht...

Jedenfalls war ich überrascht, das Rollschuhbein nach dem Energietief der Woche mit solcher Leichtigkeit schwingen zu können. Gibt es da ein Naturgesetz, so nach der Art: Je mehr Energie man verbraucht, um so mehr kriegt man wieder zurück? Anscheinend soll Sport ja sogar für die Libido Wunder wirken. Darüber werde ich mich an dieser Stelle aber nicht auslassen.

Über Lilli

Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.

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Zuletzt aktualisiert: 23. Mai, 03:27

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