Lilli erzwingt Fort-Schritte
Heute morgen verlängerte Lilli ihre Laufstrecke, um wie ein Industriebetrieb in Rationalisierungszwang in der gleichen Zeit mehr zu schaffen. Dies bescherte ihr nicht nur neuen Ansporn, sondern auch Einblicke in eine neue Straße:
In dieser Straße stehen vier tupfengleiche Häuser aus dem 19. Jahrhundert, von denen ich (dank meines Grundsatzes, dass man, um sich irgendwo einzugewöhnen, nicht nur die Lokalpresse lesen sollte, sondern sich sogar die meist ungenießbare Lokalstpresse zu Gemüte führen muss) schon gehört hatte. Sie werden "les maisons des mariées" genannt, also die Häuser der Bräute, da ein Vater sie seinen vier Töchtern zur Hochzeit geschenkt hat. Sie stehen sich zwei und zwei gegenüber und sehen mit ihren runden Veranden, den kleinen Balkönchen im ersten Stock und der Holzvertäfelung irre romantisch aus. Ich sehe es direkt vor mir, wie sich der Vater, in abgeschabten Flanellhosen mit Hosenträgern und kariertem Hemd, die Hände reibend selbst zu diesem Entschluss gratulierte: „So, jetzt kann keine von Euch motzen, dass sie benachteiligt wurde.“ Und noch ein paar deftige Flüche, wie sie hier in Québec leicht über die Lippen gehen, nachschickte. Maudite bonne affaire.
Ich schätze, streitende Geschwister gibt es nicht erst, seit die Strolche auf der Welt sind. Ein tröstender Gedanke.
In dieser Straße stehen vier tupfengleiche Häuser aus dem 19. Jahrhundert, von denen ich (dank meines Grundsatzes, dass man, um sich irgendwo einzugewöhnen, nicht nur die Lokalpresse lesen sollte, sondern sich sogar die meist ungenießbare Lokalstpresse zu Gemüte führen muss) schon gehört hatte. Sie werden "les maisons des mariées" genannt, also die Häuser der Bräute, da ein Vater sie seinen vier Töchtern zur Hochzeit geschenkt hat. Sie stehen sich zwei und zwei gegenüber und sehen mit ihren runden Veranden, den kleinen Balkönchen im ersten Stock und der Holzvertäfelung irre romantisch aus. Ich sehe es direkt vor mir, wie sich der Vater, in abgeschabten Flanellhosen mit Hosenträgern und kariertem Hemd, die Hände reibend selbst zu diesem Entschluss gratulierte: „So, jetzt kann keine von Euch motzen, dass sie benachteiligt wurde.“ Und noch ein paar deftige Flüche, wie sie hier in Québec leicht über die Lippen gehen, nachschickte. Maudite bonne affaire.
Ich schätze, streitende Geschwister gibt es nicht erst, seit die Strolche auf der Welt sind. Ein tröstender Gedanke.
Lilli legt los - 28. Mai, 09:26