Endlich ein "Mann für alles"
Seit gestern hat Lilli einen „House-Hubby“ , also einen „Mann für alles“ – alles, was mit dem Haus zu tun hat, versteht sich. Wenn er auch durchaus dafür sorgt, ihr angenehme Schauer den Rücken runter zu schicken:
Wenn ich mich so umschaue in der Nachbarschaft und im relativ homogenen Bekanntenkreis (klar, die hab ich alle kennengelernt, während ich bibbernd auf unbequemen Holzbänken in muffelnden Eishallen oder am Rand eines löcherigen Fussballfeldes rumsaß), kommt eigentlich keine Familie ganz ohne externe Hilfe aus. Die einen haben das Glück, auf bereitwillige Omas und Opas zum Kinderhüten zurückgreifen zu können, um in der dadurch freigewordenen Zeit alles Mögliche zu erledigen. Die anderen haben eine Putzfrau, damit am Wochenende nicht auch das noch auf sie wartet. Wieder andere mogeln sich mit Fertiggerichten ums Kochen herum. Und da ich zwar ganz selbständig Kinder hüten, putzen und kochen kann, vom Bilderaufhängen und Wasserhahnreparieren aber keine Ahnung habe, habe ich mir einen Mann fürs Grobe angeschafft, der gestern in zwei Stunden all das erledigt hat, was mir schon seit Monaten auf die Nerven ging und von Monsieur beständig ignoriert wurde. Drei Bilder hat der Gute aufgehängt, vier Kleiderhaken, dazu eine Uhr und den schweren Spiegel, der entweder:
- Monsieur und mir beim Aufhängen runtergefallen und zerbrochen wäre;
- von uns unfachmännisch angebracht worden und runtergefallen und zerbrochen wäre oder
- uns an den Rand der Scheidung getrieben hätte, in deren Verlauf wir ihn runtergeschmissen und zerbrochen hätten.
Nachdem ich den Mann mit den goldenen Händen also ein erstes Mal ausprobiert und für gut befunden hatte, überkam mich sofort das Herzklopfen, das dadurch provoziert wird, dass ein Ausflug zu IKEA in greifbare Nähe rückt. Jetzt, da wir jemanden gefunden haben, der sich mit der Installation herumschlägt, könnten wir doch……. also da könnten wir doch endlich…… Ich kann gar nicht sagen, wie viele Regale, Lampen und Vorhangstangen vor meinem geistigen Auge auftauchten und sich wie von Geisterhand dort platzierten, wo in unserem Haus (das wir immerhin seit fast neun Jahren bewohnen) momentan noch gähnende Leere herrscht. Dieses Kribbeln, wenn die langersehnte Ordnung, die die Schwäbin in mir in Entzücken versetzt, am Horizont des Erreichbaren auftaucht! Diese Schauer der Vorfreude, wenn man sich überschaubare Arbeitsoberflächen und sauber mit schönen Schachteln bestückte Regale vorstellt! Ah, was bereitet mir dieser Mann doch für Genüsse, Genüsse sag ich! So gesehen ging er weit über seinen Auftrag hinaus - und war direkt billig.
Wenn ich mich so umschaue in der Nachbarschaft und im relativ homogenen Bekanntenkreis (klar, die hab ich alle kennengelernt, während ich bibbernd auf unbequemen Holzbänken in muffelnden Eishallen oder am Rand eines löcherigen Fussballfeldes rumsaß), kommt eigentlich keine Familie ganz ohne externe Hilfe aus. Die einen haben das Glück, auf bereitwillige Omas und Opas zum Kinderhüten zurückgreifen zu können, um in der dadurch freigewordenen Zeit alles Mögliche zu erledigen. Die anderen haben eine Putzfrau, damit am Wochenende nicht auch das noch auf sie wartet. Wieder andere mogeln sich mit Fertiggerichten ums Kochen herum. Und da ich zwar ganz selbständig Kinder hüten, putzen und kochen kann, vom Bilderaufhängen und Wasserhahnreparieren aber keine Ahnung habe, habe ich mir einen Mann fürs Grobe angeschafft, der gestern in zwei Stunden all das erledigt hat, was mir schon seit Monaten auf die Nerven ging und von Monsieur beständig ignoriert wurde. Drei Bilder hat der Gute aufgehängt, vier Kleiderhaken, dazu eine Uhr und den schweren Spiegel, der entweder:
- Monsieur und mir beim Aufhängen runtergefallen und zerbrochen wäre;
- von uns unfachmännisch angebracht worden und runtergefallen und zerbrochen wäre oder
- uns an den Rand der Scheidung getrieben hätte, in deren Verlauf wir ihn runtergeschmissen und zerbrochen hätten.
Nachdem ich den Mann mit den goldenen Händen also ein erstes Mal ausprobiert und für gut befunden hatte, überkam mich sofort das Herzklopfen, das dadurch provoziert wird, dass ein Ausflug zu IKEA in greifbare Nähe rückt. Jetzt, da wir jemanden gefunden haben, der sich mit der Installation herumschlägt, könnten wir doch……. also da könnten wir doch endlich…… Ich kann gar nicht sagen, wie viele Regale, Lampen und Vorhangstangen vor meinem geistigen Auge auftauchten und sich wie von Geisterhand dort platzierten, wo in unserem Haus (das wir immerhin seit fast neun Jahren bewohnen) momentan noch gähnende Leere herrscht. Dieses Kribbeln, wenn die langersehnte Ordnung, die die Schwäbin in mir in Entzücken versetzt, am Horizont des Erreichbaren auftaucht! Diese Schauer der Vorfreude, wenn man sich überschaubare Arbeitsoberflächen und sauber mit schönen Schachteln bestückte Regale vorstellt! Ah, was bereitet mir dieser Mann doch für Genüsse, Genüsse sag ich! So gesehen ging er weit über seinen Auftrag hinaus - und war direkt billig.
Lilli legt los - 5. Jun, 10:16