Gleich passiert was
Eltern sind wie Pfirsiche: es gibt solche und solche. Es gibt die, die zu hart sind, und die, die beim kleinsten Druck nachgeben. Und dann gibt es natürlich noch diejenigen, die genau richtig sind und nichts als Freude und Genuss bereiten… aber man sieht es ihnen nicht an, zu welcher Kategorie sie gehören. Erst, wenn es zu spät ist, d.h. wenn es kein Zurück mehr gibt, stellt sich heraus, was für ein Früchtchen man sich da eingefangen hat. Zum Beispiel diese Mutter zweier Jungs, die Lilli vor kurzem mit den Strolchen besuchte:
Die vier Jungen waren den ganzen Abend nicht zu hören gewesen, da es in diesem Haus ein Spielzimmer gibt, in dem es von elektronischem Spielzeug (XBox, Gamecube und wii sie alle heißen) nur so wimmelt. Da solcherlei Spielzeug den Strolchen von Lilli und Monsieur heimtückisch vorenthalten wird, stürzen sie sich darauf wie ein Verdurstender auf ein Glas Apfelschorle, sobald sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet. Nach drei Stunden wurde es Lilli dann aber doch zu viel, und beiläufig schlenderte sie ins Spielzimmer, um den Vieren (glasige Augen, fahrige Bewegungen, ausdruckslose Gesichter) vorzuschlagen, jetzt doch mal was ganz anderes zu spielen. Besonders der älteste Junge des Hauses, schon fast 12 und ernst hinter seinen Brillengläsern, machte den Eindruck, als sei er direkt erleichtert, endlich mal davon ablassen zu können. Bald schon wurden Schubladen aufgerissen, Autos über den Fußboden geschoben, Legos mit dem ihnen eigenen hohen Klirren ausgeschüttet. Nach etwa 10 Minuten kam die Mutter angeeilt und meinte mit fröhlicher Stimme, in der Lilli trotz allem eine panische Note zu hören glaubte, dass es jetzt doch an der Zeit wäre, einen schönen Film anzusehen, nicht wahr? „Sonst hab ich ständig Angst, dass hier noch was passiert!“, fügte sie noch wohlwollend/besorgt hinzu, als die Kinder nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrachen. Lilli und der große Junge sahen sich über den Legohaufen hinweg betreten an. Mann, fast hätten sie es geschafft, dass hier mal was passiert, so richtig in echt und für wirklich…
Die vier Jungen waren den ganzen Abend nicht zu hören gewesen, da es in diesem Haus ein Spielzimmer gibt, in dem es von elektronischem Spielzeug (XBox, Gamecube und wii sie alle heißen) nur so wimmelt. Da solcherlei Spielzeug den Strolchen von Lilli und Monsieur heimtückisch vorenthalten wird, stürzen sie sich darauf wie ein Verdurstender auf ein Glas Apfelschorle, sobald sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet. Nach drei Stunden wurde es Lilli dann aber doch zu viel, und beiläufig schlenderte sie ins Spielzimmer, um den Vieren (glasige Augen, fahrige Bewegungen, ausdruckslose Gesichter) vorzuschlagen, jetzt doch mal was ganz anderes zu spielen. Besonders der älteste Junge des Hauses, schon fast 12 und ernst hinter seinen Brillengläsern, machte den Eindruck, als sei er direkt erleichtert, endlich mal davon ablassen zu können. Bald schon wurden Schubladen aufgerissen, Autos über den Fußboden geschoben, Legos mit dem ihnen eigenen hohen Klirren ausgeschüttet. Nach etwa 10 Minuten kam die Mutter angeeilt und meinte mit fröhlicher Stimme, in der Lilli trotz allem eine panische Note zu hören glaubte, dass es jetzt doch an der Zeit wäre, einen schönen Film anzusehen, nicht wahr? „Sonst hab ich ständig Angst, dass hier noch was passiert!“, fügte sie noch wohlwollend/besorgt hinzu, als die Kinder nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrachen. Lilli und der große Junge sahen sich über den Legohaufen hinweg betreten an. Mann, fast hätten sie es geschafft, dass hier mal was passiert, so richtig in echt und für wirklich…
Lilli legt los - 12. Aug, 10:21