Zeit-Vertreib
Die von Lilli in mühevoller Kleinarbeit ausgesuchte Hütte für den Urlaub Anfang März hatte ein großes „Problem“ – sie lag so zwischen unberührten Bergen eingebettet, dass Monsieur keinen Zugriff auf seine E-Mails hatte. Nur auf dem Parkplatz des 12 km entfernten Supermarktes kamen die Dinger angezwitschert, sodass Lilli mit den Strolchen nach erledigtem Einkauf noch in den Drogeriemarkt zog, um ihn in Ruhe darauf antworten zu lassen. Nachdem Lilli und die Strolche lange damit zugebracht hatten, Lillis Haarfarbe unter Zuhilfenahme der Muster-Locken der Haarfärbemittel zu bestimmen (sie waren sich einig, dass es „châtain clair doré“ sein musste, was sich besser anhört als mausblond) und auf alle Kuscheltiere zu drücken, um sie zum Quietschen zu bringen, entdeckte der kleine Strolch eine neue Spielwiese: die Lippenstift- und Lidschattentester, die zu unendlichem Spiel und Spaß einluden und glücklicherweise in einem von der Kasse her uneinsehbaren Gang standen. Ein paar Minuten später schlich Lilli mit „schwer verletzten“ Strolchen an der Kassiererin vorbei ins Freie: der große Strolch hatte ein riesiges blaues Auge geschminkt bekommen, während der kleine Strolch aus der Nase blutete, als wäre er auf dem Eis des Parkplatzes der Länge nach hingeschlagen. So angerichtet klopften sie bei Monsieur ans Autofenster, der vor Schreck den Blackberry auf die matschige Fußmatte fallen ließ.
Ach, warum kann Lilli nur nicht immer so eine lustige Mama sein wie im Urlaub…
Ach, warum kann Lilli nur nicht immer so eine lustige Mama sein wie im Urlaub…
Lilli legt los - 19. Mär, 10:28