Freitag, 13. April 2012

Wie bitte?

Der Herr im Anzug, der neben Lilli im Zug sitzt, hält einen Notizblock mit liniertem Papier in der Hand. Er zückt einen Kugelschreiber, zögert ein bisschen, schreibt schliesslich "Comment?" in die linke obere Ecke. In den elf Minuten, die Lilli neben ihm sitzt, malt er ein streichholzschachtelgrosses Rechteck in die Mitte des Blattes, fährt gedankenvoll an den Linien entlang, um sie noch schwärzer zu färben. Sonst schreibt er nichts.

Lilli kann ihn gut verstehen. Sie fragt sich auch manchmal "Wie denn nur?", und findet keine Antwort. Aber das Fragen an sich reicht völlig.

Über Lilli

Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.

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Zuletzt aktualisiert: 23. Mai, 03:27

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