Verräterischer Vorschlag

Lillis Chefin sieht ein, dass um 16 Uhr angesetzte Besprechungen nichts sind. Ursprünglich wurde diese Uhrzeit gewählt, weil Lillis Zug um 16 h 50 abfährt und diese Zusammenkünfte deshalb kurz gehalten werden MÜSSEN. Meistens aber sind sämtliche Teilnehmer mindestens eine Viertelstunde zu spät, wodurch dann überhaupt keine Zeit mehr bleibt oder aber Lilli mitten in einem interessanten Thema aufsteht und allen einen schönen Abend wünscht (ja, in einem Anfall selbstzerstörerischer Mutigkeit hat Lilli bei ihrem Vorstellungsgespräch darauf bestanden, pünklich nach Hause gehen zu dürfen). Deshalb werden die Besprechungen ab jetzt morgens um halb neun stattfinden. "Am besten im Stehen", schlägt Lillis Chefin vor. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Lillis Chefin liest Laufnotizen.
muellerto - 6. Apr, 00:53

Ich war mal in der Situation, dass Besprechungen grundsätzlich immer erst spät nachmittags usw. - Warum? Der Chef kam erst immer um halb zehn, hatte dann den ganzen Vormittag selber Besprechungen, mittags Arbeitsessen, nachmittags Telefonate und erst, wenn diese dann nachliessen, weil die Telefonpartner Feierabend hatten, begann er, Zeit zu haben für andere Dinge.

P.S.: Sie weiss jetzt auch, dass Sie es wissen.

Lilli legt los - 6. Apr, 09:02

Ein Chef, der keine Zeit hat für seine Mannschaft... DAS sollte mal in diesen Führungsseminaren besprochen werden. Aber nicht im Stehen.
tpl - 6. Apr, 14:12

ich bekomme bei uns im büro

immer einen kindergarten- / volksschul-flashback.
täglich.
habe aufgrund gewisser morgendlichen pflichten (erste, die aufsteht; alle weckt u versorgt; letzte, die das haus verlässt) im büro das privileg, als letzte kommen zu dürfen - um 08:30 Uhr. Dann sitzen schon alle architekten brav an ihren tischchen u der chef routiert im büro, klappert alle arbeitsplätze ab u zum schluss werde ich zu ihm ins büro zitiert um dann alle gesammelten papiere (stapel, riesige) wieder zum jeweiligen mitarbeiter zu bringen o, noch besser, auf meinen schreibtisch zu wuchten um alles abzulegen...

für mitarbeiterbesprechungen bin ich nicht wichtig genug - ich hüte das telefon.

Lilli legt los - 6. Apr, 14:58

Unsere Sekretärin darf alles Mögliche mitmachen und bekommt auch ständig Aufgaben, die weit über ihre eigentliche Funktion hinausgehen. Was ihr auch Spass macht, aber so Sachen wie Ablage und Buchhaltung bleiben dann liegen - was sie wiederum stresst, da sie dafür ja auch und vor allem dafür angestellt wurde. Wie man es dreht und wendet, ist es nix.

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Über Lilli

Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.

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