Frühlingsgemüse
Was in Montréal nach ein paar schönen Frühlingstagen im April aus dem Boden schießt (Eintrag vom 24. April):
- kleine blaue Blümchen
- kleine weiße Blümchen
- jede Menge Tulpen
- Basketballkörbe an langen Stangen, deren Basis mit Sand oder Wasser gefüllt in die Garageneinfahrt gerollt wird, damit sich auch weiße Jungs im Hüpfen üben können
- kleine Fähnchen mit dem Logo der Montrealer Eishockeymannschaft, weil sie's mal wieder in die Ausscheidungsspiele des Stanley Cups geschafft haben. Die Fähnchen werden von den Fans zur Steigerung des Selbstwertgefühls am Seitenfenster des Autos befestigt, manche Autos fahren sogar mit Fähnchen rechts und links durch die Gegend. Am 21. April hat "le Canadien de Montréal" (so heißt die Mannschaft, die verwirrenderweise auch noch "tricolore" und "Habs" genannt wird) Boston besiegt und dadurch die zweite Runde erreicht (sehr viel weiter sind sie dieses Jahr dann aber nicht mehr gekommen). Nur 16 Polizeiautos wurden im Anschluss an das Spiel in der Montrealer Innenstadt zertrümmert und in Brand gesteckt, Hut ab.
- 14jährige Mädels in Spaghettiträgershirts auf eckigen Schultern
- 6jährige Mädelchen in Spaghettiträgershirts auf runden Schultern. Eines davon mag ich besonders gern. Sie heißt Emma und hat blonde Korkenzieherlocken, die ihr manchmal ungelogen waagrecht vom Kopf abstehen. Ihre Mutter wird manchmal gefragt, ob Emma Dauerwellen hat, was diese augenrollend verneint. Emma hat eine große Schwester in der dritten Klasse und einen kleinen Bruder, der über die coolste Hutsammlung verfügt, die ein Kleinkind haben kann. Außerdem hat Emma Mukoviszidose und eine Lebenserwartung von vielleicht 40 Jahren. Sie wohnt zwei Straßenecken von uns entfernt und fährt, seit das Wetter so schön ist, jeden Tag mit ihrem rosa Fahrrad an unserem Wohnzimmerfenster vorbei in die Schule. Ich wünsche Dir einen schönen Frühling, Emma.
- kleine blaue Blümchen
- kleine weiße Blümchen
- jede Menge Tulpen
- Basketballkörbe an langen Stangen, deren Basis mit Sand oder Wasser gefüllt in die Garageneinfahrt gerollt wird, damit sich auch weiße Jungs im Hüpfen üben können
- kleine Fähnchen mit dem Logo der Montrealer Eishockeymannschaft, weil sie's mal wieder in die Ausscheidungsspiele des Stanley Cups geschafft haben. Die Fähnchen werden von den Fans zur Steigerung des Selbstwertgefühls am Seitenfenster des Autos befestigt, manche Autos fahren sogar mit Fähnchen rechts und links durch die Gegend. Am 21. April hat "le Canadien de Montréal" (so heißt die Mannschaft, die verwirrenderweise auch noch "tricolore" und "Habs" genannt wird) Boston besiegt und dadurch die zweite Runde erreicht (sehr viel weiter sind sie dieses Jahr dann aber nicht mehr gekommen). Nur 16 Polizeiautos wurden im Anschluss an das Spiel in der Montrealer Innenstadt zertrümmert und in Brand gesteckt, Hut ab.
- 14jährige Mädels in Spaghettiträgershirts auf eckigen Schultern
- 6jährige Mädelchen in Spaghettiträgershirts auf runden Schultern. Eines davon mag ich besonders gern. Sie heißt Emma und hat blonde Korkenzieherlocken, die ihr manchmal ungelogen waagrecht vom Kopf abstehen. Ihre Mutter wird manchmal gefragt, ob Emma Dauerwellen hat, was diese augenrollend verneint. Emma hat eine große Schwester in der dritten Klasse und einen kleinen Bruder, der über die coolste Hutsammlung verfügt, die ein Kleinkind haben kann. Außerdem hat Emma Mukoviszidose und eine Lebenserwartung von vielleicht 40 Jahren. Sie wohnt zwei Straßenecken von uns entfernt und fährt, seit das Wetter so schön ist, jeden Tag mit ihrem rosa Fahrrad an unserem Wohnzimmerfenster vorbei in die Schule. Ich wünsche Dir einen schönen Frühling, Emma.
Lilli legt los - 19. Mai, 21:45
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