lieber Nielsson, zumindest nicht vorrangig, obwohl das Bedürfnis, finanziell in etwa abgesichert zu sein, mit der Geburt eines Kindes ziemlich steil ansteigt - weil man ja plötzlich nicht nur für sich selbst verantwortlich ist, sondern auch für dieses kleine Wurm. Es geht darum, dass man manchmal vor lauter Alltag vergisst, sich darauf zu besinnen, mit wem man da eigentlich den Alltag verbringt. Dass man sich so von momentanen Dringlichkeiten vereinnahmen lässt, dass man alles andere ausblendet. Da werden Frauen dann zu "Nur-Müttern", die tagelang mit Spuren von Apfelbrei auf der Schulter rumlaufen, und Männer zu Arbeitstieren, die den Druck spüren, für die ganze Familie verdienen zu müssen. Wie lange jeder Einzelne diesen Zustand aushalten kann, ist unterschiedlich...
Über Lilli
Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.
Es geht ja nicht ums Geld,