Wie das morgendliche Laufen vor den Toren von Montréal mich nicht nur in Form, sondern auch auf allerlei Gedanken bringt...
Nielsson - 27. Aug, 08:24
Ich denke, sowas kann man sich nicht vornehmen. Entweder man ist so oder man ist nicht so.
Jede Aktion "Ich bin nett zu meinen Kindern, damit sie mich mögen und besuchen kommen" muss zum Scheitern verurteilt sein, wenn man sie nicht (unterbewusst) ernst meint.
Man sollte ganz einfach als Eltern versuchen, mit den eigenen Kindern zu wachsen und nicht an einer Rolle festzuhalten, die später so nicht mehr nötig/gefragt ist. Warum aber tut sie das? Wahrscheinlich aus Angst, dass wir sie, wenn sie von ihrem allmächtigen Muttersockel runtersteigt, gar nicht mehr besuchen kommen. Und das zeigt lediglich, wie wenig Vertrauen sie in ihre Kinder hat - das ist ja direkt beleidigend!
Über Lilli
Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.
Jede Aktion "Ich bin nett zu meinen Kindern, damit sie mich mögen und besuchen kommen" muss zum Scheitern verurteilt sein, wenn man sie nicht (unterbewusst) ernst meint.