Das Gute am im Ausland leben
Das Gute am im Ausland leben (dieses „am im“ ist schon faszinierend, oder?) ist, dass man sich eine neue Familie zusammenstellen muss, deren Mitglieder man nach Geschmack und Gefallen aussucht, anstatt sie durch Geburt aufs Auge gedrückt zu bekommen. So findet man, wenn man Glück hat, im Lauf der Zeit (keiner hat gesagt, dass es einfach wäre)
- Leute, mit denen man einfach gern zusammen ist (als Ersatz für die coole Tante);
- Leute, die wir uns als Vorbild nehmen können (als Ersatz für den großen Bruder);
- Leute, die uns anfeuern und an uns glauben (als Ersatz für die Eltern); und
- Leute, die uns um Rat fragen (als Ersatz für die kleine Schwester)
und geht ein Stückel miteinander. Manche sieht man oft, manche nur zweimal im Jahr, und die Unverbindlichkeit der Freundschaft sorgt dafür, dass das Band, das uns zusammenhält, aus Aufrichtigkeit geknüpft ist. Damit meine ich nicht, dass man einen Freund fallen lassen kann, sobald er uns nicht mehr passt. Sondern die Tatsache, dass uns keiner zwingt, jemandem zum Freund zu wählen. Tun wir es, dann aus freien Stücken, weil man die betreffende Person wirklich mag, und nicht, weil wir mit ihr verwandt sind. Wenn man sich trifft, dann deshalb, weil beide Parteien es wirklich wollen, und nicht, weil Tante Mathilde Geburtstag hat. Schön. Wunderbar.
Komischerweise findet man aber keinen Ersatz für die Oma.
- Leute, mit denen man einfach gern zusammen ist (als Ersatz für die coole Tante);
- Leute, die wir uns als Vorbild nehmen können (als Ersatz für den großen Bruder);
- Leute, die uns anfeuern und an uns glauben (als Ersatz für die Eltern); und
- Leute, die uns um Rat fragen (als Ersatz für die kleine Schwester)
und geht ein Stückel miteinander. Manche sieht man oft, manche nur zweimal im Jahr, und die Unverbindlichkeit der Freundschaft sorgt dafür, dass das Band, das uns zusammenhält, aus Aufrichtigkeit geknüpft ist. Damit meine ich nicht, dass man einen Freund fallen lassen kann, sobald er uns nicht mehr passt. Sondern die Tatsache, dass uns keiner zwingt, jemandem zum Freund zu wählen. Tun wir es, dann aus freien Stücken, weil man die betreffende Person wirklich mag, und nicht, weil wir mit ihr verwandt sind. Wenn man sich trifft, dann deshalb, weil beide Parteien es wirklich wollen, und nicht, weil Tante Mathilde Geburtstag hat. Schön. Wunderbar.
Komischerweise findet man aber keinen Ersatz für die Oma.
Lilli legt los - 2. Sep, 10:36
lG Yono
Im Idealfall alles!
:-)
Aber du schreibst ja selbst: Im Idealfall...
Leider merke ich nur, das rund um mich herum die Leute im Alter immer seltsamer werden anstatt weise. Und man ihnen zur Hand gehen muss, nicht umgekehrt... (und ich meine jetzt nur <70....)