Muttertagsgedanken (III)
Nichts ist so schwierig, wie das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen Liebhaben und Loslassen. Man sagt sich: zu viel von dem Einen bedeutet nicht genug von dem Anderen. Wer zu viel liebt, will zu viel beschützen. Und wer zu früh loslässt, erweckt den Eindruck, nicht genügend zu lieben. Zu viel von Beidem aber geht auch, und es ist genauso schlimm wie zuwenig von Beidem. Bis es einem irgendwann dämmert: es ist genau das Gleiche. Liebhaben bedeutet Loslassen – im richtigen Augenblick jedenfalls. Nur steht der leider in keinem Kalender.
Lilli legt los - 6. Mai, 09:20
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