It takes a village
…to raise a child, hat damals Frau Clinton gesagt. Oder war es Frau Bush? Jedenfalls mag man über die Frau denken, wie man will – damit hatte sie womöglich sogar recht. Denn nun hat der große Strolch zum 10. Geburtstag ein Deluxe-Süßwasseraquarium mit Filter-, Belüftungs- und Selbstbräunanlage bekommen, das 118 Liter Wasser fasst und soviel Platz in seinem Zimmer beansprucht, dass fast schon das Bett dafür rausfliegen musste. Natürlich wären Lilli und Monsieur NIE IM LEBEN auf die Idee gekommen, ihm so ein Ding zu schenken – sie haben keinerlei Affinität zu Fischigem und sind ausgelastet genug, um nicht auch noch die wöchentliche Reinigung eines Aquariums in ihre Liste der zu erledigenden Aufgaben aufzunehmen. Nein, das Aquarium war ein Geschenk der Taufpaten, die es zwar nicht für nötig hielten, vorher bei den Eltern nachzufragen, ob diese wohl damit einverstanden seien, immerhin aber den Aufbau und die Installation des ganzen Krimskrams mit „lieferten“. (Die Taufpaten wurden ausgesucht, weil sie so grundgute Menschen sind. Gute und gutmeinende Menschen, die aufrecht durchs Leben gehen, das sie mit komplett anders gearteten Beschäftigungen zubringen als Lilli und Monsieur: mit Holzhacken, Straßen bauen und Bergen vermessen zum Beispiel. Und mit dem Aussuchen von Geschenken für einen Strolch, von dem sie meinen, dass ihm unbedingt ein Haustier fehlt…) Und so hat der große Strolch jetzt ein Aquarium, vorerst vier Goldfische und die Verantwortung, sich möglichst lang möglichst gut darum zu kümmern. Und strahlt so sehr über das ganze Gesicht, dass Lilli den Paten zugestehen muss, dass die Idee womöglich gar nicht so schlecht war. Wenn sie sie auch innerlich am liebsten auf den Mond schießen möchte. Mitsamt Aquarium...
Lilli legt los - 26. Mai, 12:44
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