Dienstag, 21. Oktober 2008

Lilli wird handgreiflich

Ein großes Lob der städtischen Bibliothekarin, die Lillis Bücher („Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente“, „Mit der Depression leben“, „Wege aus der Depression“ und „Depression erkennen und überwinden“) eingescannt hat, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken oder mitleidig zu lächeln. Hätte sie das gemacht, wäre Lilli gezwungen gewesen, über den Tresen zu langen und sie zu erwürgen. So aber hat Lilli die Bücher in die Tasche gesteckt und getan, als wäre sie eine Studentin, die sich auf ihr nächstes Referat vorbereitet. Komisch, dass ein Makel an dieser Krankheit hängt, als wäre sie etwas Unanständiges, was rechtschaffenen Leuten nicht passiert. Wobei sich die Schwäbin in Lilli nicht ganz sicher ist, ob das nicht doch einfach Faulheit ist, ein Sich-Gehen-Lassen, das behoben werden könnte, indem man sich einfach ein bisschen zusammenreißt… aber weiter kommt sie nicht in ihrer Überlegung, denn sobald sie den Mund aufzumachen versucht, um diesen Standpunkt näher zu erläutern, langt Lilli über ihren inneren Tresen und erwürgt sie.

Über Lilli

Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.

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Zuletzt aktualisiert: 23. Mai, 03:27

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