Bücher für Lac Mégantic

Beim Zugunglück, das diesen Sommer Schlagzeilen bis nach Deutschland machte, ist auch die städtische Bücherei in Flammen aufgegangen. Jetzt sortiert Lilli Bücher aus, die eine Hockeymutter am Wochenende nach Lac Mégantic mitnehmen wird, um den Bestand wieder aufzustocken. Aber nicht die Harry Potters, nicht Michel Folco, nicht John Irving, nicht die Bücher, die Monsieur und Lilli gemeinsam gelesen haben, als sie frisch verliebt waren. Und natürlich nicht Margaret Atwood, weil der grosse Strolch sie lesen soll, und auch nicht Kundera, den Lilli später mal wieder lesen will, um zu sehen, ob sie ihn dann besser oder anders versteht.

Am Ende trennt sich Lilli gerade mal von einem Dutzend Bücher und kommt sich trotzdem vor wie eine Mutter, die eines ihrer Kinder opfern muss, um die anderen durchzubringen. Ob die Adoptiveltern gut zu ihnen sein werden?

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Über Lilli

Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.

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Zuletzt aktualisiert: 23. Mai, 03:27

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