Das Laufparadox
Das morgendliche Laufen ist zur Droge geworden, zum Stoff, den man braucht, um den Tag in Angriff nehmen zu können, um sich gesund zu fühlen und um eins zu sein mit sich und der Welt. In einer Zeit, in der die Transportmittel immer schneller und verfügbarer werden, in der Dokumente in Sekundenschnelle übermittelt werden und Warten bzw. Stillstand als Qual empfunden wird, scheint Laufen und das damit verbundene langsame Vorübergleiten der Umgebung meine Seele in ihren Idealzustand zu versetzen. Der Haken ist nur der: je mehr ich laufen möchte, umso mehr Zeit muss dafür gefunden werden – was manchmal nur geht, wenn ich andere Aufgaben schneller schneller schneller erledige. Ich frage mich, ob das nun gesund ist oder aber genau das, was man in Junkiekreisen die Todesspirale nennt.
Lilli legt los - 13. Aug, 10:33
Aber ich verstehe die Schwierigkeit zwischen Bedürfnis und Sucht zu unterscheiden nur zu gut.
Das ist dann der Idealfall,
;-)
Auch bei mir stellt sich die Frage wo denn noch Zeit eingespart werden kann um sehnlichere Dinge zu erleben.
Vielleicht früher ins Bett gehen und dafür auch früher aufstehen? Ein Weg den ich derzeit neu erfolgreich bestreite.