Lilli im Schatten des Windes

Lilli ist ratlos. Da liest sie ein hochgelobtes, preisgekröntes Buch und findet weder die Handlung einleuchtend noch den Stil so richtig fesselnd. So wie damals bei Amélie Poulain, als alle "Meisterstück" schrien und Lilli nur die Stirn runzelte. Beim "Schatten des Windes" ist es aber schlimmer: obwohl Lilli die Geschehnisse des Buchs (verkorkster Schriftsteller, dem im entscheidenden Moment seines Lebens der Mut fehlte, will seine Bücher verbrennen, trifft aber auf sein alter ego und schöpft Hoffnung, durch ihn irgendwie erlöst zu werden) und auch die subtilen Anspielungen auf Schicksale, die sich wiederholen, und Väter, die keine sind (Daniel Sempere "sans père") versteht, schlägt sie am Ende das Buch zu, ohne sich einen Reim darauf machen zu können, was auf den letzten Seiten denn nun wirklich passiert ist. Deshalb: kann jemand sich erbarmen und Lilli erklären, wie der Schatten des Windes endet? Aber gaaaanz langsam, bitte.
Kratzbürste - 20. Sep, 09:43

Ich muß gestehen, daß ich es nicht mehr weiß. So gut kann es also tatsächlich nicht gewesen sein. Denn normalerweise habe ich ein gutes Gedächtnis.

T.M. (Gast) - 20. Sep, 10:51

Vorsicht vor den Bestsellern, sag ich immer. Schnell an den Regalen vorbei, am besten eine Etage hoch, auf sicheres Gelände. Und sich niemals ein Buch schenken lassen.

Lilli legt los - 20. Sep, 11:05

Wer mir ein Buch schenkt, muss immer damit rechnen, dass ich dahinter eine Botschaft vermute... andererseits bin ich immer für deutsche Bücher dankbar, die meinen einzigen Draht zum Herkunftsland darstellen. So meine ich, erahnen zu können, was die "deutsche Seele" im Moment bewegt.... hochgestochen, ich weiss.
Thomas (Gast) - 22. Sep, 08:46

Alte Weißheit...

aus Mittelhessen:
Hüte dich vor preigekrönten Büchern.
Es kann immer sein, das die so hoch gelobt werden, weil keiner sie verstanden hat

chamäleon123 - 23. Sep, 05:51

och. Bekam ich auch geschenkt - das scheint ein typisches Geschenkbuch zu sein, Buchhändlerin:"Also das da ist gerade seehr beliebt..", Kundin, erleichtert: "Ach ja, dann nehm ich das mal." Nach wenigen Seiten habe ich aber entschieden: nix für mich, gar nix. Am Flohmarkt brachte es immerhin 2 Fränkli...!

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Über Lilli

Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.

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