Jetzt oder nie? Oder später?
Lilli hat zwei Freundinnen, die zu Lillis Problem (Monsieur arbeitet zu viel und hat keine Zeit für Lilli) ganz gegensätzliche Lösungsvorschläge präsentierten:
Freundin 1 ist der Meinung, dass man seine Beziehung ruhig eine Weile aufs Eis legen kann, da später (sprich, wenn die Kinder groß sind und eh nichts mehr vom Familienleben wissen möchten) dafür wieder mehr Zeit sein wird. Sie geht davon aus, dass die Eltern sich auf ihr momentanes Projekt des Karrieremachens und Kinder-Großziehens konzentrieren können und die Paarbeziehung solange latent weiterbesteht, bis man sich von den vollen Windeln, den Hausaufgaben und dem Fußballtraining wieder losgestrampelt hat. Sprich: die Beziehung als Gummibaum, der genügsam in der Ecke steht und nur alle zwei Jahre ein wenig gewässert werden muss.
Freundin 2 ist der Meinung, dass eine Beziehung ein verdammt kurzes Haltbarkeitsdatum hat, wenn man sich nicht ab und zu darum kümmert, sie wässert und düngt und verwelkte Blätter abzupft und all so was. Wenn es nach ihr ginge, müsste ein Paar sich immer wieder – trotz Kinder – Zeit nehmen, um zu zweit Dinge zu erleben, die romantischer sind als, sagen wir mal, das Erstellen der gemeinsamen Steuererklärung oder der Kauf eines neuen Trockners. Die Beziehung als anfällige Primel also, die bei ständigen Luftzügen schnell den Kopf hängen lässt.
Und Lilli? Lilli versteht Freundin 1 mit dem Kopf, fühlt aber eher so wie Freundin 2 und verabscheut es gleichzeitig, in Selbstmitleid zu waten. Sie beißt die Zähne zusammen, was ihr eine leicht säuerliche Miene beschert, die wiederum gar nicht anziehend wirkt auf Monsieur, wenn er abends um halb zehn mit zwei Aktenkoffern beladen zur Haustür hereintaumelt. Die Frage bleibt ungeklärt: kann man (darf man) sein Leben auf später verschieben? Wie kann man überhaupt später wieder mehr Zeit haben, wenn die Zeit doch immer weniger wird? Und weiß jemand verbindlich, wann später anfängt?
Freundin 1 ist der Meinung, dass man seine Beziehung ruhig eine Weile aufs Eis legen kann, da später (sprich, wenn die Kinder groß sind und eh nichts mehr vom Familienleben wissen möchten) dafür wieder mehr Zeit sein wird. Sie geht davon aus, dass die Eltern sich auf ihr momentanes Projekt des Karrieremachens und Kinder-Großziehens konzentrieren können und die Paarbeziehung solange latent weiterbesteht, bis man sich von den vollen Windeln, den Hausaufgaben und dem Fußballtraining wieder losgestrampelt hat. Sprich: die Beziehung als Gummibaum, der genügsam in der Ecke steht und nur alle zwei Jahre ein wenig gewässert werden muss.
Freundin 2 ist der Meinung, dass eine Beziehung ein verdammt kurzes Haltbarkeitsdatum hat, wenn man sich nicht ab und zu darum kümmert, sie wässert und düngt und verwelkte Blätter abzupft und all so was. Wenn es nach ihr ginge, müsste ein Paar sich immer wieder – trotz Kinder – Zeit nehmen, um zu zweit Dinge zu erleben, die romantischer sind als, sagen wir mal, das Erstellen der gemeinsamen Steuererklärung oder der Kauf eines neuen Trockners. Die Beziehung als anfällige Primel also, die bei ständigen Luftzügen schnell den Kopf hängen lässt.
Und Lilli? Lilli versteht Freundin 1 mit dem Kopf, fühlt aber eher so wie Freundin 2 und verabscheut es gleichzeitig, in Selbstmitleid zu waten. Sie beißt die Zähne zusammen, was ihr eine leicht säuerliche Miene beschert, die wiederum gar nicht anziehend wirkt auf Monsieur, wenn er abends um halb zehn mit zwei Aktenkoffern beladen zur Haustür hereintaumelt. Die Frage bleibt ungeklärt: kann man (darf man) sein Leben auf später verschieben? Wie kann man überhaupt später wieder mehr Zeit haben, wenn die Zeit doch immer weniger wird? Und weiß jemand verbindlich, wann später anfängt?
Lilli legt los - 30. Jun, 13:03
Gibts nicht die Möglichkeit, alle zwei Wochen einen Abend zu vereinbaren, der nur euch gehört, ohne Kinder? Babysitter engagieren und ab zum Dinner, ins Kino, Theater? Nur zweimal im Monat? Das ist ja schon wenig, aber besser als gar nichts ....
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