Donnerstag, 17. April 2014

In der Schule lernt man für's Leben

Der kleine Strolch - ja, das Kind, das zum Essen gezwungen werden musste und ein Jahr lang nur mit Zusatzdrinks über Wasser gehalten werden konnte - hat einen unglaublichen Kekskonsum. "Jetzt hörst Du aber auf", musste Lilli ihm neulich beim Fernsehen sagen, als er einen Keks nach dem anderen in sich hineinstopfte. Der kleine Strolch, in Ferienlaune, schüttelte kauend den Kopf. "Ich hatte nur zwei und bin total satt", erklärte ihm Lilli. "Aber Mama", sagte er daraufhin, "Du hast doch einen total anderen Metabolismus als ich."

Montag, 14. April 2014

Meine Pfanne ist teurer als mein Fahrrad

Wie sich herausstellte, ist Pfannenkaufen aufregender, als man denkt. Schliesslich geht es um eine grössere Investition, die gut überdacht werden will.

Lilli (angesichts des unendlich scheinenden Regals, an dem die Pfannen dicht aneinandergereiht hängen): Ich brauche eine Pfanne. Könnten Sie mich dabei beraten?
Verkäuferin: Ja, was für eine Pfanne wollen Sie denn?
Lilli: Weiss ich nicht.
Verkäuferin: Edelstahl? Antihaft? Keramik?
Lilli: Keine Ahnung.
Verkäuferin: Wofür wollen Sie denn die Pfanne?
Lilli: Zum Steaks braten.

Daraufhin zeigt die Verkäuferin bestimmt auf das teuerste Segment, "alle anderen Pfannen kochen ihr Fleisch, aber sie braten es nicht."

Zum Glück war es eine deutsche Marke, da fühlte sich Lilli doch gleich gut aufgehoben. Jetzt hat sie eine Luxuspfanne, die so schwer ist, dass sie im Notfall einen Einbrecher damit erschlagen könnte.

Sonntag, 13. April 2014

Tagesprogramm

Heute kauft Lilli eine Pfanne. Es gab schon aufregendere Sonntage in ihrem Leben.

Samstag, 12. April 2014

Wie Fahrradfahren

Wer nach fünf Monaten mit Stiefeln an den Füssen zum ersten Mal wieder in Halbschuhen aus dem Haus geht, sieht an sich herunter und zweifelt, auf so einer kleinen Fläche das Gleichgewicht halten zu können. Dann hüpft man die Treppe runter und merkt: man hat es nicht verlernt.

Donnerstag, 10. April 2014

Was nun?

Seit einer Woche schon hat Lilli etwas, was sie am ehesten als Gehirnschnupfen bezeichnen kann. Also weh im Kopf, fürchterliche Alpträume im Wechsel mit Wachliegen, allgemeines Unlustgefühl, Bauchschmerzen. Heute morgen im Büro erzählt sie ihre Träume, in denen Schneelawinen, Autounfälle, Hausverstoss und kaputte Badewannen vorkommen. Ihre Chefin sieht sie kritisch an und fragt: "Wie alt bist du nochmal?" Lilli darauf: "44, nein 45, nein 44." (Ihr Alter hat sie noch selten auf Anhieb hingekriegt). "Vielleicht ist es der Frühling", meint eine Kollegin hilfreich. "Oder der Vollmond", versucht es eine andere. "Vielleicht sind es auch die Wechseljahre", meint die Chefin, die es schliesslich wissen muss. Wie schön, in einem Frauenbüro zu arbeiten...

Freitag, 4. April 2014

Gute Aussichten

Wenn die Temperaturen so bleiben, soll der Boden nächsten Mittwoch schneefrei sein. Jetzt schon hat der Sankt-Lorenz-Strom weniger Eis als ein Gin Tonic. Und für morgen ist Regen angesagt, wie schön.

Montag, 31. März 2014

Ein Traum in Jugendstil

Lilli besichtigt eine fast 100 Jahre alte Wohnung. 3m hohe Decken, Parkettböden, Stuckverzierungen, im Kinderzimmer hängt ein Kronleuchter, das Bad hat Fliesen wie die Metro in Paris. In Gedanken beschäftigt Lilli sich damit, die Wohnung einzurichten. Fragt sich, welche Wandfarben wohl dem Jugendstil huldigen würden, stellt sich lila Sofas und senffarbene Kissen vor, mit türkisen Akzenten hier und da und verrückten modernen Bildern, die sie in alternativen Galerien finden würde.

Dann kehrt sie in ihr Haus zurück: neutrale Wände, braunes Sofa, schwarze Sessel, graues Bad. Irgendwie fühlt sie sich schlecht, in dieser Jugendstilwohnung, die ihr so gut gefiel, so ein ganz anderes, buntes Leben heraufphantasiert zu haben. Wenn das die Lebensart ist, die ihr wirklich entspricht - was hindert sie eigentlich daran, sie hier und jetzt sofort auszuleben? Wieso hängt sie sich keine verrückten modernen Bilder über das braune Sofa, hm? Bringt ein bisschen mehr Bohème ins Haus, eine Prise Verrücktheit? Die Fragen, die sie sich übers Wochenende gestellt hat, waren nicht angenehm. Oder vielmehr, die Antworten waren es nicht.

Samstag, 29. März 2014

Freitagslaune im Büro

"Oh, der Tag des Glücks", sagt Lillis Chefin, als sie in den Kalender schaut. "Ist der nicht jeden Tag hier?", fragt Lilli sarkastisch zurück. "Nein, der Tag des Glücks ist am 20. März, jetzt haben wir ihn verpasst", sagt Lillis Chefin bedauernd. "Tja, dann müssen wir halt bis zum nächsten Jahr warten", meint Lilli. Manchmal, vor allem freitags, hat noch nicht mal Lillis Chefin Lust zu arbeiten...

Über Lilli

Laufen ist denken, manchmal auch überlegen, immer aber sich erneuern. Eine neue Sicht auf die Dinge erlangen, die uns bewegen. Laufen ist manchmal auch davonlaufen, für eine Weile wenigstens, bevor man wieder heimkommt zu Mann und Kindern, Wäsche und Kochtopf, zu den eigenen Macken und all den bunten Schnipseln, die ein Leben so ausmachen. Laufen ist das beste Beobachten, das es gibt.

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